Deutsche Demokratische Republik 1949 bis 1990
- Ein neuer Staat
- Volksbefragungen und Volkswahlen statt
freier Wahlen
- Vergangenheitsbewältigung
- Der "Friedenskampf"
- Mehrjahrpläne
- Weltpolitik
- Wirtschaft
- Gegenpropaganda
- Presse, Kultur und Jugend
- Berlin, Hauptstadt der DDR
- Nationale Volksarmee und Kampftruppen der
Arbeiterklasse
- 40 Jahre DDR und das Ende
Ein neuer Staat
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Bereits zwei Tage nach der
Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 meldete sich die DEUTSCHE
POST der DDR auf dem internationalen Parkett und gab zum 75.
Jahrestag des Weltpostvereins gemeinsam mit ca. 30 anderen
staatlichen Postverwaltungen eine Sondermarke heraus. |
Ab 1950 steht DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK auf
den Briefmarken der DDR. Erst 10 Jahre später, als man sich an die
"DDR" gewöhnt hatte, erschien auf den Marken der DDR das Kürzel
"DDR".
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Ab Oktober 1950 versah die
Senatsverwaltung von West-Berlin politische
Maschinenwerbestempel und Bildpostkarten der DDR vom 7.10.1950
mit "Gegenstempeln" gleichen Textes, aber in verschiedenen
Ausführungen.
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Am 7.10.1949 war die
"Nationale Front", in der die Parteien und Massenorganisationen
unter der Führung der SED vereinigt waren, gegründet worden.
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Bei den Wahlen zur Volkskammer
und zu den Kommunalvertretungen erhielten die Kandidaten der
Nationale Front 99,7 % der gültigen Stimmen.
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Die "III. Weltfestspiele der
Jugend und Studenten für den Frieden" in Berlin
vom 5. bis 19. August 1951 waren ein bedeutender Schritt zur
Anerkennung der DDR.
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Mit propagandistischen Mitteln
wurde die Integration der DDR in den Ostblock betrieben. |
Volksbefragungen und Volkswahlen statt freier
Wahlen
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In
"Wählervertreter-Versammlungen" am 18. und 19.9.1954 stellten
sich erstmals die Kandidaten der Einheitsliste ihren Wählern
vor. |
Vergangenheitsbewältigung
Der "Friedenskampf"
Am 10.3.1952 richtete Stalin eine Note an die drei
Westmächte mit dem Vorschlag, Friedensverhandlungen mit einer
gesamtdeutschen Regierung aufzunehmen. Die Westmächte lehnten ab und
forderten freie Wahlen. Eine weitere Stalin-Note vom 9.4. nahm freie
Wahlen in das Konzept auf. Die Westmächte verlangten jedoch freie
Wahlen als Voraussetzung für Verhandlungen. Im weiteren Verlauf der
Kontakte verhärteten sich die Fronten.
Mehrjahrpläne
Die Wirtschaft der DDR war wesentlich durch
Mehrjahrpläne bestimmt, mit denen vorgegebene wirtschaftspolitische
Ziele der sozialistischen Planwirtschaft erreicht werden sollten:
- Zweijahrplan 1949/50
- Fünfjahrplan ab 1.1.1951
- Siebenjahrplan ab 1959
- Fünfjahrplan ab 1972
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Endspurt für den ersten
Fünfjahrplan
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Für den Siebenjahrplan und den 2.
Fünfjahrplan gab es weniger politische Propaganda. |
Weltpolitik
Wirtschaft
Gegenpropaganda
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Der Maschinenstempel warb für den
Aufbau des Sozialismus nach dem Muster der Sowjetunion. Der
Gegenstempel des Westberliner Senats hielt dagegen. |
Am 17. Juni 1953 streikten die Bauarbeiter
Ostberlins gegen die Normerhöhung. Daraus entwickelte sich ein
Aufstand auch in Teilen der DDR. Er wurde vom sowjetischen Militär
niedergeschlagen. Der "Kalte Krieg" nahm an Heftigkeit zu.
Die Westberliner "Kampfgruppe gegen
Unmenschlichkeit, (KGU)" brachte Fälschungen von DDR-Briefmarken zum
Einsatz in der DDR heraus:
Freimarke Mi. Nr. 413
vom 6.2.1954, gepr.
"Elster Bad der Werkbonzen"'
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Freimarke Mi.Nr. 439
vom 1.10.1954, gepr.
"Strasse des 17. Juni
UNDEUTSCHE
UNDEMOKRATISCHE REP:"
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KGU-Fälschung der Mi.Nr. 251 auf
Brief vom 2.7.53, gepr. Paul. Inschrift: "UNDEUTSCHE
UNDEMOKRATISCHE DIKTATUR", Bild: "Pieck mit Henkerstrick"
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Die vierseitige gefälschte
Beilage prangert die Verhältnisse in der DDR an und fordert
Freiheit und die Verbesserung der Lebensbedingungen. Der
"Demokratische Frauenbund Deutschlands", am 8.3.1947 in der SBZ
gegründet, hatte ca. 1,3 Millionen Mitglieder. |
Auch der bekannte Briefmarkenfälscher Kleine /
Berlin stellte Propagandafälschungen her. Die KGU lehnte eine
Zusammenarbeit ab. Die Westmächte machten dem Fälscherspuk ein Ende.
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Fälschung der Sondermarke Mi.Nr.
543 vom 17.10.1956 |
Inschrift:
"Sowjetpanzer morden Ungarns Arbeiter, Bauern und Studenten, die für
nationale und soziale Freiheit kämpfen."
Bild:
Sowjetsoldat mit Kalaschnikov, Sowjetstern, Hammer und Sichel sowie
Stacheldraht, s. vergrößerte Kopie, statt des Universitätsgründers
Hinricus Rubenow und Blumen.
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Die sog. "Adenauermarke" der DDR
war 1953 zur Überklebung der "Kriegsgefangenenmarke" vom
9.5.1953 der Bundesrepublik Deutschland auf Briefen in die DDR
vorgesehen. |
Nach dem Aufstand am 17. Juni 1953 sollten die
restlichen Zettel nur noch als Postverschlusszettel für Briefe
innerhalb der DDR verwendet werden. Teile gingen von der
Versandstelle für Sammlermarken an deren Kunden. Ein Sammler klebte
die "Adenauermarke" unzulässigerweise neben die Freimarke.
Presse, Kultur und Jugend
Berlin, Hauptstadt der DDR
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Das West-Berliner
"Auswechslungs-Postamt 11" versah Ost-Berliner Sonderstempel:
"BERLIN- HAUPTSTADT DER DDR" mit Gegenstempeln. |
Nationale Volksarmee und Kampfgruppen der
Arbeiterklasse
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Die wichtigste Aufgabe der NVA
war die Sicherung des "Antifaschistischen Schutzwalls".
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Die sog.
"Auswechselpostämter" in der Bundesrepublik stempelten
unterschiedliche "ZURÜCK"-Vermerke auf DDR-Ersttagsumschläge mit
politischen Inschriften. |
40 Jahre DDR und das Ende
Am 7.10.1989 feierte die DDR ihr 40-jähriges
Bestehen.
Am 27.6.1989 konnten DDR-Bürger über Ungarn in den
Westen ausreisen. Am 9. 11.1989 fiel die Berliner Mauer. |