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Das dritte Reich konnte nach der Machtübernahme
von Hitler 1933 „spektakuläre Erfolge“ erringen, die die
Weltöffentlichkeit bis zum Anschluss des Sudetenlands im Oktober
1938 hinnahm. Das „Münchener Abkommen“ vom 30.9.1938 hatte die
„Sudetenkrise“ beendet und Bestand und Sicherheit der restlichen
Tschechoslowakei verbrieft. Damit glaubte man, Deutschland mit
ausreichenden Gebietsrevisionen des Versailler Vertrages zufrieden
gestellt zu haben. Aber man wusste auch, dass das Abkommen nur auf
Druck der Aufrüstung der Wehrmacht zustande gekommen war, die Hitler
nach dem Austritt aus dem Völkerbund im Oktober 1933 offensiv
betrieben hatte. Die Ausstellung „Gebt mir
vier Jahre Zeit“ vom 30.4.bis 20.6.1937 in Berlin machte die
Zielrichtung der Staatsführung deutlich:
- Eine uniformierte Bevölkerung
- Eine hochgerüstete Armee.
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Maschinen-, Sonderstempel und Ansichtskarte zur Ausstellung
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Bildseite der
Ansichtskarte |
Neben der Wehrmacht war die SA eine wichtige Hilfstruppe bei der
Aufrüstung. Sie war ursprünglich zur Sicherung von
Parteiveranstaltungen der NSDAP als sog. Schutzabteilung gegründet
worden.
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Das „Wehrsport-abzeichen“
sollte jeder Deutsche tragen. |
Im Herbst 1937 fanden Wehrmachtsmanöver statt, für die erstmals
nach dem 1.Weltkrieg
Feldpostämter zum Einsatz kamen.
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Sonderfeldpostkarte zum Wehrmachtsmanöver 1937 |
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Am 12. März 1938 hatte sich das Deutsche Reich Österreich
einverleibt. |
Die Reichspost feierte am 13.III.39 den Anschluss vor einem Jahr mit
einem Wiener Maschinenstempel, der ein Hakenkreuz über einem
stilisierten Erdball und die Inschrift „Großdeutschland“ zeigt.
Diese Zeichen symbolisieren den aggressiven Charakter der staatlichen
Propaganda. Hitler unterschätzte die Entschlossenheit der Vertragspartner des
Münchener Abkommens und ließ die Wehrmacht im März 1939 unter Bruch
des Abkommens in die Tschechoslowakei einmarschieren. Damit war ein
Krieg in Europa wahrscheinlicher geworden.
- 14.3.1939 Unabhängigkeit der Slowakei von der Tschechoslowakei
- 15.3.1939 Einmarsch der Wehrmacht in die Rest-Tschechoslowakei
- 16.3.1939 Einrichtung des Protektorats „Böhmen und Mähren“.
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Feldpostbrief vom 23.3.1939 |
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Vor- und Rückseite einer Kriegsbeorderung |
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Geheimbefehl zur vorigen Kriegsbeorderung |
Die Wehrmacht war offensichtlich berechtigt,
Fachleute der Reichspost einzuziehen.
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Wehrpass-Notiz als Ankündigung einer etwaigen Beorderung durch die
Deutsche Reichspost |
Wehrpflichtige wurden bereits vor Kriegsausbruch eingezogen.
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Der Drucksache des Sporthauses Ellermann ist zu entnehmen, dass Herr
Elllermann bereits am 24.8.1939 einberufen worden war. |
Die deutsche Kriegsmaschinerie lief offensichtlich schon vor dem
1. September 1939 auf vollen Touren. Doch das NS-Regime heuchelte
Friedenswillen. Es bereitete sogar vom 2. bis 11. September 1939
einen „Parteitag des Friedens“ vor, der jedoch ausfiel. Die aus
diesem Anlass vorbereitete Sonderganzsache galt bis zum 31.12.1940. Hitler hatte wohl schon am 1. September 1939, vor dem Kriegseintritt
von England und Frankreich am 3.9.1939, ernste Bedenken hinsichtlich
eines erfolgreichen Kriegsausgangs. Er fasste seine Stimmung in
einem Ausspruch zusammen: „Wenn unser Wille so stark ist, dass keine Not ihn mehr zu zwingen
vermag, dann wird unser Wille und unser deutscher Stahl auch die Not
meistern.“ Bezeichnenderweise wurde obiger Spruch einer breiteren deutschen
Öffentlichkeit erst nach dem Fall von Stalingrad im Februar 1943
bekannt gemacht, als die Not schon nicht mehr zu leugnen war. Der deutsche Wille und Stahl brachen in den Materialschlachten des
zweiten Weltkriegs zusammen. Das nationalsozialistische System stieß
das deutsche Volk in die größte Katastrophe seiner Geschichte.
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Feldpostkarte (2.43), gebraucht am 10.8.1943 |
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