| Das herausragende Ereignis in der Zeit Karl IV
war die Pest von 1347 bis1352. Über die
Pest hörte erstmals ein arabischer Gelehrter um 1347. Sie kam wohl
aus Indien über die Mittelmeerhäfen nach Westeuropa. 20 Millionen
Menschen fielen ihr zum Opfer, ganze Landstriche wurden entvölkert.
Und es gab kein Mittel zur Heilung. Pesthäuser und andere
Quarantänemaßnahmen blieben erfolglos, da die Übertragung z. B.
durch Ratten nicht verhindert werden konnte.
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Vielen Krankheiten waren die
Menschen im Mittelalter hilflos ausgeliefert. |
Die Krankheitsursache wurde unheilvollen
Planetenkonstellationen,
krankmachenden Stoffen in der Luft, dem sittenlosen Leben der
Geistlichkeit und vor allem den Juden zugeschoben. Sog.
Geißlerprozessionen lösten
Judenverfolgungen aus. Karl IV konnte in seinem Bereich das
Schlimmste
verhindern, im Reich gab schlimme Pogrome.
Waren im frühen Mittelalter Juden die alleinigen
Geldverleiher, so waren später die reichen Familien an ihre Stelle
getreten (Fugger, Welser u. a.), und es blieben für das Geldgeschäft
mit den Armen nur die Juden übrig. Der Volkszorn vernichtete oder
vertrieb sie nach Osteuropa, wo sie den mittelalterlichen deutschen
Dialekt, heute bekannt unter "Jiddisch" beibehielten.
Das Massensterben und die Entvölkerung großer
Landstriche hatte einen Rückgang der landwirtschaftlichen
Produktion, eine Konzentration der Menschen in den Städten und die
Mechanisierung vieler Herstellungsprozesse zur Folge.
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Postzustellung im von der Pest
befallenem Gebiet |
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