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Seit dem Tode Kaisers Ludwig war Karl automatisch
Deutscher König. Aber auch er hatte mit Gegenkönigen zu kämpfen! Die
Kurfürsten wählten Eduard II. von England und Günter von
Schwarzenburg zu Deutschen Königen. Aber das Verhandlungsgeschick
Karls führte zum Verzicht beider.
| Der Ersttagsbrief vom
15.5.1978 zeigt auf der Luxemburger Europamarke zu 6 F Karl IV
(Skulptur auf der Karlsbrücke in Prag) und auf der Marke zu 12 F
Peter v. Aspelt (Grabmal im Mainzer Dom). |
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Diese Grabplatte ist eine gelungene Darstellung
der Machtverhältnisse im 14. Jahrhundert. Übergroß wird der
Erzbischof und Kurfürst Peter v. Aspelt dargestellt, der gönnerhaft
auf die von ihm geförderten Kaiser und Könige herabblickt:
- Heinrich VII,
- Johann der Blinde,
- Ludwig der Bayer.
"Friedenskaiser" Karl IV
Karl kam am 16. Mai 1316 in Prag zur Welt und
wurde auf den Namen Wenzel
getauft. Mit sieben Jahren kam er auf den französischen Königshof
und wurde dort nach seinem Paten Charles (Karl) genannt. Dort gewann
er Freunde und 1322 die erste Ehefrau, die Schwester des
französischen Königs. Drei spätere Heiraten vermehrten den Besitz
des Herrschers.
Trickreich verschaffte er sich einen Teil der Mark
Brandenburg, vermied es aber, kriegerisch Einfluss in Italien zu
gewinnen. Er wurde 1355 zum König von Italien gewählt und in Rom
durch den päpstlichen Legaten zum Kaiser gekrönt. Seinerseits gab er
den Stadtstaaten Italiens großzügige Privilegien, für die er
beachtliche Geldbeträge kassierte.
Das Reich regierte er überwiegend von Prag aus,
hielt aber auch an anderen Orten, vornehmlich in Nürnberg, Hof. Dort
und in Metz verkündete er 1356 die berühmte
Goldene Bulle.
Die Goldene Bulle regelt vor allem das
Wahlverfahren der Deutschen Könige.
Bestimmt wurde u. a. das Erststimmrecht des Erzbischofs von Trier
und das Recht des Erzbischofs von Mainz, die Königswahlversammlungen
einzuberufen.
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