| Auf dem Reichstag in Frankfurt im Juli 1310 mußte
Herzog Heinrich von Kärnten das Königreich Böhmen an Johann, Sohn
Heinrichs VII, abtreten.

Nachfolger Kaiser Heinrichs VII
wurden jedoch der Habsburger "Friedrich der
Schöne", 1289 - 1330, und der Wittelsbacher "Ludwig der Bayer", 1283
- 1347. Immer wieder kam es zwischen beiden zum Kampf. Erst nach der
Schlacht bei Mühldorf 1322, in der Friedrich in Gefangenschaft
geriet, fiel eine Entscheidung. Beide regierten drei Jahre später
das Land bis zum Tode Friedrichs gemeinsam.
Ludwig betrieb mit Energie seine
Kaiserkrönung und nahm, da der Papst ihm das Einverständnis
verweigerte, die Krone von der römischen Oberschicht 1328 entgegen.
Den Papst setzte er kurzerhand ab. Gemäß der fortentwickelten
Herrschaftsideologie wählten nunmehr die 7 Kurfürsten die Deutschen
Könige.
Kaiser Ludwig starb am 11.10 1347 auf
der Bärenjagd.
Inzwischen hatte Johann, ein
ritterlicher Lebemann, dem man peinliche
Liebesgeschichten und den Griff in Staatskasse unterstellte, 1335
die schlesischen Herzogtümer gewonnen. Er war damit mächtiger als
die Wittelsbacher und Habsburger zusammen. Der neue Reichtum, der
Einfluss des Papstes und französische Vorstellungen veranlassten die
Kurfürsten zum Handeln: Sie wählten 1346 Karl, Sohn von Johann, zum
Gegenkönig. Zum Dank mussten beide auf französischer Seite gegen
England in den Krieg ziehen, handelten sich jedoch eine
fürchterliche Niederlage ein. Johann, inzwischen erblindet, ließ
sich in die Schlacht führen und kam dabei zu Tode.
Karl musste, was er nur ungern tat,
um seine Anerkennung kämpfen. Der Kampf von Italien aus, den
Wittelsbachern Tirol zu entreißen, scheiterte kläglich.
Der Herztod Ludwigs befreite ihn von
allen Sorgen. |