| Gerhard Binder
Die Großstadt im Grünen
a) Durch Eingemeindungen zur Großstadt
b) Gründung von Arbeitersiedlungen am
Stadtrand
c) Das naturbelassene Regnitztal mitten im
Stadtgebiet
d) Naherholung im angrenzenden Nürnberger
Reichswald
e) Am Rande des Bamberger Knoblauchslandes
f) Südlich der Fränkischen Schweiz
g) Das weiterführende Schulwesen im 19. und
20. Jahrhundert
h) Unbekanntes sportliches Erlangen
i) ...und Pfingsten auf die Bergkerwa
j) Partnerschaften und Patenschaften
k) Weltoffene Kongreß- und Tagungsstadt
a) Durch Eingemeindungen zur Großstadt
|

|
Die Ursprünge von Bruck reichen
bis in die Frühgeschichte zurück
|
|

|
Die Eingemeindungen von
Büchenbach und Alterlangen veränderten die Bezirksgrenzen von
Ober- und Mittelfranken
|
|

|
Das Postamt 22 hat seinen
Standort im Ortsteil Sieglitzhof |
In der ersten Phase der Eingemeindungen kamen 1919
der Weiler Sieglitzhof, 1920 und 1923 die auf der anderen
Regnitzseite gelegenen, oberfränkischen Dörfer Alterlangen und
Büchenbach sowie 1924 die Marktgemeinde Bruck zum mittelfränkischen
Erlangen.
|

|

|
|
|

|
Poststellen
II-Stempel von Großdechsendorf (oben) und Frauenaurach (unten) |
In einer zweiten Phase der Eingemeindungen wurden
1972 Großdechsendorf freiwillig sowie Eltersdorf, Tennenlohe und
Frauenaurach durch Gesetz eingemeindet. Am 2.6.1974 wurde der
100000. Einwohner geboren: Erlangen war Deutschlands jüngste
Großstadt.
b) Gründung von
Arbeitersiedlungen am Stadtrand
|

|
Fancy-Stempel: Eiweißversorgung
durch Kleintierhaltung und Eierproduktion
Einschreibezettel: Arbeitersiedlung (unten rechts)
|
|

|
U. a. Druckprobe:
Gemüse- und Obstanbau zur Vitaminversorgung |
Zwischen 1920 und 1940 wurden an den Stadträndern
Arbeitersiedlungen preiswert in Selbsthilfe errichtet.
Geringverdiener sollten so ihre Wohnverhältnisse verbessern und in
Kleingärten ihren Bedarf an Eiweiß und Vitaminen teilweise selbst
decken.
c) Das naturbelassene
Regnitztal mitten im Stadtgebiet
|

|
Portopflichtiger Dienstbrief aus
Pegnitz, das nach dem gleichnamigen Fluss benannt ist
|
|

|
Kanuslalomfahrer üben am Brucker
Wehr
|
|

|
Plattenprobedruck: Schwan (links)
Angler am Flussufer (rechts) |
|

|
Privatganzsache:
Hinweis auf den nun "Regnitz" genannten Fluss |
Weitgehend naturbelassen fließt die Regnitz, die
15 km vorher noch "Pegnitz" heißt, mitten durch das Stadtgebiet. Der
Fluss und seine Überschwemmungswiesen bieten Erholungssuchenden und
Sportlern ein vielfältiges Beobachtungs- und Betätigungsfeld.
Das naturbelassene
Regnitztal mitten im Stadtgebiet
|

|
BLP mit Teilkopie der
eingeklebten Innenseite: Von April bis Juli kann man Störche
über der Stadt fliegen sehen, wo sie jährlich erfolgreich brüten
|
|

|
Druckprobe eines Zehnerbogens der
privaten Stadtpost Bergedorf: Auf den Regnitzwiesen finden die
Störche mit Fröschen, Fischen, Mäusen und Insekten stets
genügend Nahrung |
Erlangen ist die einzige Großstadt Deutschlands
mit einer Storchenpopulation in der Innenstadt. Ein extra ernannter
Storchenvater sorgt dafür, dass die Störche optimale Bedingungen
erhalten, ungestört von Umwelteinflüssen ihren Nachwuchs
großzuziehen.
d) Naherholung im angrenzenden Nürnberger
Reichswald
|

|
Ganzsache: Pilze
|
|

|
Fancy-Stempel Eichhörnchen
|
|

|
Heidel-, Erd-, Preisselbeeren
|
|

|
Schmuckblatt-Telegramm: Waldtiere |
Der großflächige Nürnberger Reichswald reicht im
Süden bis an Erlangens Stadtgrenze heran. Dieses wertvolle
Naherholungsgebiet wird von Einwohnern vielfältig zu Spaziergängen,
Wanderungen, Naturbeobachtungen sowie zur Nahrungsergänzung genutzt.
e) Am Rande des Bamberger
Knoblauchslandes
|

|
Kartoffeln, Tomaten, Erbsen /
Hülsenfrüchte, Radieschen / Rettiche, Gurken (von links)
|
|

|
Drucksache aus dem Bundesgebiet
mit Berliner Marke: Baiersdorfer Meerrettich
|
|

|
nachgesandte Ganzsachenkarte mit
Antwort:
Kraut bzw. Kohl
|
|

|
Knoblauch (oben)
Zwiebeln (unten) |
Nordwestlich von Erlangen beginnt das Bamberger
Knoblauchsland, ein Anbaugebiet, aus welchem die umliegenden
Großstädte mit Frischgemüse versorgt wurden. Nur 7 km nördlich liegt
Baiersdorf, das wegen seines bayerischen Meerrettichs bekannt wurde.
f) Südlich der Fränkischen
Schweiz
|

|
Das Wisenttal bei Streitberg, mit
Burgruine Neideck (oben). Waischenfeld, im Mittelalter eine
bedeutende Burg (Mitte). Burg Egloffstein im Trubachtal (unten).
|
|

|
Zur Kirschenblüte sind die
Berghänge in romantisches Weiß getaucht (oben).
Freimarkenausgaben Kirschenblüten (unten).
|
|

|
Verzähnungen:
Felsendorf Tüchersfeld |
Nördlich der Stadt beginnt die Fränkische Schweiz,
die wie keine andere Landschaft so viele Gegensätze auf engstem Raum
vereinigt: markante Felstürme, gewundene Täler, geheimnisvolle
Höhlen, unberührte Natur von mal lieblicher, mal herber Schönheit.
|

|
Burgen und Segelflieger hoch
oben.
Faltbootfahrer und Mühlen tief im Tal.
|
|

|
Einwurfstempel:
Binghöhle, eine der schönsten Tropfsteinhöhlen
|
|

|
Bildpostkarten-Vorläufer:
Idyllisch auf den Hügeln gelegene Dörfer (oben).
Bahnpoststempel:
Ab Ebermannstadt fährt heute noch eine Museumsbahn (unten). |
Seit ihrer Entdeckung durch die Romantiker hat die
Fränkische Schweiz nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt.
Freizeitsportler wie Segelflieger, Bootfahrer, Wanderer und
Kletterer finden hier genauso Erholung wie Urlauber in Höhlen und
Burgen.
g) Das weiterführende
Schulwesen im 19. Und 20. Jahrhundert
|

|
Die Marie-Therese-Schule ist
heute ein altsprachliches Gymnasium
|
|

|
Privatganzsache mit Hinweisen auf
das ausgebaute Schulsystem
|
|

|
Brief mit Post-Zulassungsvermerk
"URGENT" und amerikanischer Zensur. Die Ohm-Oberrealschule ist
heute naturwissenschaftliches Gymnasium. |
Wo eine Stadt von einer Universität dominiert
wird, ist der Ausbau eines weiterführenden Schulwesens geradezu
zwangsläufig. Heute kann die Schulstadt Erlangen ihren Bürgern alle
Arten von weiterführenden Schulen des 1. Und 2. Bildungsweges
anbieten.
h) Unbekanntes
sportliches Erlangen
Erlangen ist die Geburtsstadt des Turnsportes.
Bereits 1800, 11 Jahre vor Turnvater Jahn, ließ Fechtmeister Joh.
Adam Carl Roux Studenten auf einem speziellen Platz zu gymnastischen
Übungen antreten. Noch heute wird der Breitensport besonders
gefördert.
i) ...und Pfingsten auf
die Bergkerwa
Auf den im Burgberg angelegten Bierkellern finden
die durstigen Besucher unter schattigen Bäumen Platz, um bei
Blasmusik das Kirchweihbier zu probieren. Das Angebot wird heute
durch Bierzelte und Fahrgeschäfte der Schausteller ergänzt.
|

|

|
Ausgebrochener
Maschinenwerbestempel
|
|

|
Beutelfahne (links) |
Das größte und weithin schönste Volksfest ist die
Erlanger Bergkirchweih. Anlass für Termin und Fest war der vom
Stadtrat 1755 wieder belebte Pfingstmarkt mit einem Königsschießen.
Zusammen mit dem Kellerfest entstand so im 19. Jahrhundert die
Bergkerwa.
j) Partnerschaften und
Patenschaften
|

|

|
|

|
Amtliches, nur in Erlangen
ausgegebenes Sonder-Markenheftchen |
Neben anderen Städtepartnerschaften wird die mit
dem französischen Rennes besonders gepflegt. Trotz Bezirks- und
Religionsgrenzen wird die gute Nachbarschaft mit den oberfränkischen
Gemeinden an den bunten Trachten der Erlanger Markfrauen sichtbar.
|

|
Einzeiler mit handschriftlichem
Datum (ganz links).
Schiffs-Poststempel (rechts daneben).
|
|

|
Telegramm an DFBS "Erlangen"
|
|

|
Privat-Ganzsachenumschlag und
Sonderstempel: Patenschaft für Brix |
Neben den Patenschaften für Schiffe mit dem Namen
"Erlangen" verbindet die Stadt eine besondere Patenschaft für den
böhmischen Ort Brix, der 1230 Ziel fränkischer Auswanderer war und
der wegen eines Braunkohle-Tagebaues total abgerissen wurde.
k) Weltoffene Kongreß- und
Tagungsstadt
|

|
Vom Flughafen Nürnberg zur
Innenstadt sind es 15 Fahrminuten (rechts). |

|
Die Gartenstadt Erlangen ist wegen ihrer
übersichtlichen Bauweise und als Einkaufsstadt der kurzen Wege ein
idealer Tagungsort. Die moderne Mehrzweck-Stadthalle ergänzt die
Hörsäle der Universität zu einem variablen, internationalen
Platzangebot.
Die Stadt kann auch ohne spektakuläre
Großveranstaltungen ihren Besuchern ein vielfältiges, originelles,
kulturelles Angebot unterbreiten. U. a. gastieren hier jedes Jahr
internationale Studententheater und der Abschlusswettbewerb "Jugend
musiziert".
|

|
doppelt entwerteter Brief mit
Marken von drei Postverwaltungen
|
|
|

|
Rückantwort-Brief mit
Einschreiben und Eilbotenzustellung (links). |

|
Das Kongress- und Tagungsangebot wird durch die
Universität nachhaltig beeinflusst. Neben den schon traditionellen
medizinischen Kongressen, zeichnen wissenschaftliche Mitarbeiter
anderer Fakultäten bei unterschiedlichen Veranstaltungen
verantwortlich. |