| Gerhard Binder
Wirtschaftlicher Aufschwung nach dem 2.Weltkrieg
a) Integration von Vertriebenen des
2.Weltkrieges
b) Die Weltfirma Siemens kommt nach Erlangen
c) Gossen, der größte Hersteller von
Belichtungsmessern
d) Frieseke & Hoepfner: Filmprojektoren,
Hydrauliksysteme, Geigerzähler
e) Die Mechanische Baumwollspinnerei
Erlangen-Bamberg
f) Mittelständische Betriebe
a) Integration von Vertriebenen des
2.Weltkrieges
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Phasendrucke (nur 5 Stück
bekannt):
Geige
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Schwarzdruck: Geigenschnecke
(oben)
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Auslandspaketkarte:
Stempel und Aufkleber mit Text "Geigenbauersiedlung" |
1945 ließen böhmische Flüchtlinge und Aussiedler
mit 27 % Anteil die Einwohnerzahlen explodieren. Sie bereicherten
den Erlanger Raum aber auch kulturell und brachten ihm eine führende
Rolle in der deutschen Streich- und Zupfinstrumenten-Industrie.
b) Die Weltfirma Siemens
kommt nach Erlangen
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Auslandspaketkarte mit
Registrierkassen- und Prägestempel
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Paketkarte und Paketzettel mit
Absendereindruck |
Reiniger, Gebbert & Schall wurde 1925 durch
Verkauf an Siemens & Halske zu Siemens-Reiniger. 1945 folgte
Siemens-Schuckert mit dem Bereich Installationstechnik
(Elektrizitätszähler, Starkstromkabel, Schalter). Alle fusionierten
1966 zur Siemens AG.
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Röntgengeräte werden
zur Diagnostik (u. a. Tuberkulose, Krebs, Knochenbrüche) und zur
Therapie (v. a. Krebs) eingesetzt.
Druckfehler durch mangelhaftes Einfügen eines Zählstreifens:
Brücke und Teildruck der Marke, Ausgaben Berlin bzw.
Bundesrepublik. |
Nach Entdeckung der X-Strahlen nahm Reiniger
sofort Kontakt mit W. C. Röntgen auf. Mit der 2 Monate später in
Erlangen begonnenen Produktion von Röntgenapparaten legte er den
Grundstein für die elektromedizinische Weltgeltung von
Siemens-Reiniger.
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EDV-gesteuerte Freimachung
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Lumogenzudruck als
Steuerungshilfe für DV-Maschinen. Privatganzsache der
Bundespost. |
Der Unternehmensbereich "Energie- und
Automatisierungstechnik" befasst sich mit etwa 1200 Erlanger
Mitarbeitern mit der Entwicklung, Fertigung und Lieferung von
Geräten der Informations- und Leistungselektronik; d.h. Umformen,
Regeln und Steuern.
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Erster Elektrozug von 1879
(links). Magnetschwebebahn Transrapid; Farbfehler durch
Druckwalzenreinigung
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Blockzudruck und Markenbild
unten: die Siemens-Intercity-Konzeption ET 403
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Siemens-Baureihe 2000 der Metro
Madrid (oben)
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Sonderganzsache mit Fehldruck.
Vergleichsstück:
Die Siemens-ICE-Konzeption ET 401 |
Bereits 1879 fuhr die von Siemens entwickelte
erste elektrische Eisenbahn der Welt in Berlin. Mit der
Bahn-Renaissance konzentrierte Siemens 1989 in Erlangen den Bereich
Verkehrstechnik. Seitdem fahren auf allen Erdteilen Züge "Made in
Erlangen".
c) Gossen, der größte
Hersteller von Belichtungsmessern
Neben dem Bau von Messgeräten aller Art wurde P.
Gossen Europas größter Produzent für Belichtungsmesser und
beschäftigte bis 1500 Mitarbeiter. Der Lunasix konnte als erster
Mondlicht messen. 1993 musste die spätere Siemenstochter den Betrieb
einstellen.
d) Frieseke & Hoepfner:
Filmprojektoren, Hydrauliksysteme, Geigerzähler
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Freigestempelter Eilbrief mit
Abgangsstempel (rechts) |

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Frieseke & Hoepfner, auch als Fritz Hofmann und
Fischer AG firmierend, produzierte bis 1961 Tonfilmprojektoren.
Andere Arbeitsgebiete bis zur Betriebsaufgabe 1992 waren
Hydrauliksysteme, Datenverarbeitung sowie radiometrische Mess- und
Regeltechnik.
e) Die Mechanische
Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg
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Reichspost-Musterabschlag (unten)
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Luftpostbrief mit
Luftschiff-Bestätigungsstempel von der Südamerikafahrt 1937 |
Nach mehreren Fehlversuchen nahm die
Baumwollspinnerei AG 1880 ohne Erlanger Beteiligung mit 400
Mitarbeitern die Produktion auf. Nach Fusionen mit Firmen in Wangen
und Bamberg beschäftigte sie als ERBA AG vor dem 2. Weltkrieg über
5000 Mitarbeiter.
Die ERBA-AG für Textilindustrie
Die ERBA-AG zählt mit der Produktion von feinem
Gewebe, Reifencord und Bettwäsche zur Spitzengruppe deutscher
Anbieter. Wegen überalterter Produktionsstätten blieben 1981 von
1200 Erlanger Arbeitsplätzen nur noch 350 in der Hauptverwaltung
erhalten.
f) Mittelständische
Betriebe
Wie die Universität die Entstehung der elektro-
und elektromedizinischen Großindustrie begünstigte, fördern beide
eine Vielzahl von mittelständischen Elektro- und Metallfirmen, die
Zulieferanten sind oder als selbständige Hersteller arbeiten. |