| Gerhard Binder
Infrastrukturelle Maßnahmen, Voraussetzung der Industrialisierung
(19. Jahrhundert)
a) Selbsthilfeorganisationen verbessern die
wirtschaftliche Situation
b) Die Eisenbahn ermöglicht raschen Transport
und Export
c) Der Ludwig-Donau-Main-Kanal verbindet Europa
d) Telegraphie und Telefon werden installiert
a) Selbsthilfeorganisationen verbessern die
wirtschaftliche Situation
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freigestempelter R-Brief mit
Abgangsstempel (unten)
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freigestempelter Eilbrief mit
Zufrankatur |
Zur Verbesserung des Kreditwesens entstand 1829
die Städtische Sparkasse. Der 1848 gegründete Gewerbeverein war
Urheber der Volksbank. Zur Linderung der Not in den
Arbeiterfamilien, wurde 1877 der Konsum- und Sparverein als
Genossenschaft gegründet
b) Die Eisenbahn
ermöglicht raschen Transport und Export
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Bahnpost-Segmentstempel
Hof-Nürnberg mit Stationsangabe "Erlangen"
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Briefbund-Zettel der Bahnpost
nach Erlangen
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Privater WVD Postservice (oben).
Die ersten Lokomotiven in Erlangen:
"Glück auf" (oben) und "Der Münchner" (unten).
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Privatganzsachen-Umschlag |
7 Jahre nach der ersten Fahrt der Adler in
Nürnberg wurde 1842 der Bau der Strecke Nürnberg-Bamberg begonnen.
Am Erlanger Burgberg wurde der erste bayerische Tunnel gebaut, nach
dessen Fertigstellung die Strecke am 25.8.1844 eröffnet werden
konnte.
c) Der Ludwig-Donau-Main-Kanal
verbindet Europa
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Erlanger Motiv am Europakanal
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Privatganzsache, oben links:
Kanaldenkmal mit Schleuse in Erlangen
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Privatganzsache, links:
König Ludwig I von Bayern
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Kaiser Karl der Große
Feldpostmarke mit Druckfalte und Passerverschiebung der braunen
Farbe (oben), Freimarke (unten). |
Kaiser Karl der Große versuchte im 8. Jahrhundert
erstmals, die Donau mit dem Flusssystem des Rheins zu verbinden.
König Ludwig I vollendete dieses Vorhaben 1845. Der in Erlangen mit
einem Denkmal vollendete Kanal erreichte aber nie die erhoffte
Bedeutung.
Der Rhein-Main-Donau-Kanal verbindet Europa
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Ungezähnter Kleinbogen, Marken:
Flaggen der Anrainerstaaten des Flusssystems. Zierfeld: u. a.
Landkarte mit Wasserweg von der Nordsee zum Schwarzen Meer; der
Kanalabschnitt ist schraffiert.
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Irrtümlich zufrankierte
internationale Antwortganzsache
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Bildpostkarte mit Skizze des
Main-Donau-Kanals (Erlangen liegt zwischen Bamberg und Nürnberg) |
Bereits 49 Jahre später wurde der größere
Main-Donau-Kanal (Europakanal) eingeweiht, auf dem nun statt von
Pferden gezogene Kähne, Motorschiffe fahren können. Erlangen liegt
damit an der wichtigsten europäischen Wasserstraße "Nordsee -
Schwarzes Meer".
d) Telegraphie und
Telefon werden installiert
Die Telegraphenstation wird eingerichtet
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Telegramm der Kgl. Bayerischen
Telegraphen-Station in Erlangen von 1862.
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Portofreier Dienstbrief der Kgl.
Telegraphen-Station mit 12 x Auslage von 1869 an die
Postexpedition Weißendorf, mit Nachricht, dass der Bote ein
Telegramm wegen Hochwassers der Regnitz nicht fristgerecht hatte
abliefern können. |
Am 8.7.1857 nahm in Erlangen die Königliche
Telegraphen-Station ihren Betrieb auf, nachdem zuvor etwa 1855 ein
Bahntelegraph installiert worden war. Der Morseapparat brachte auch
die Industrie näher ans Weltgeschehen und förderte deren
Entwicklung.
Das Telefonnetz wird installiert
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Philipp Reis und Alexander G.
Bell erfanden gleichzeitig das Telefon
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Telephon-Billet, Gebührenquittung
des öffentlichen Telefons aus Erlangen
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Telefonrechnung der Telekom für
das Ortsnetz Erlangen (Vorwahl 09131)
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Über die Leitung Nürnberg-Bamberg
fand Erlangen Anschluss ans Telefonnetz |
Mit der Verlegung der Telefonleitung von Nürnberg
nach Bamberg wurde am 1.6.1891 das Ortsfernsprechnetz in Erlangen in
Betrieb genommen. Begonnen wurde mit 4 Teilnehmern. Eine Verbindung
zur "übrigen Welt" war anfangs nur über Nürnberg möglich.
Die Erlanger Stadtwerke entstehen
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Oskar von Miller (Briefmarke
unten links), Architekt des Elektrizitätswerkes |
Das Gaswerk von 1858, die 1882 vollendete
Kanalisation, der 1890 erbaute Schlachthof, das 1891 eröffnete
Wasserwerk und das Elektrizitätswerk von 1902 wurden wegen der
steigenden Einwohnerzahl und zur weiteren industriellen Entwicklung
notwendig. |