| Gerhard Simon Die
gerichtliche Empfangsbestätigung des Gerichts in Bogumin konnte dem
Empfänger in Pietwald gem. handschriftlicher Notiz vom 20.7.39 nicht
zugestellt werden, da er in das Protektorat ausgereist war. Die
Absätze 1 – 3 führen verschiedene Übergabemodalitäten der
Empfangsbestätigung auf.

Die Stadt Bogumin im Landkreis
Teschen gehörte bis zum Ende des 1. Weltkriegs zu Österreich-Ungarn.
Mit Bildung der Tschechoslowakei im Oktober 1918 kam der westliche
Teil bis zum Fluss Olsa zu der neuen Republik, der östliche Teil zu
Polen. Bogumin hieß nun Bohumin.

Durch das Münchener Abkommen vom
29.9.1938 verlor die Tschechoslowakei 1/5 ihres Staatsgebiets mit
ihrem Anteil des Landkreises Teschen, der Polen übertragen wurde.
Bohumin hieß jetzt wieder Bogumin.
Nach der Eroberung Polens im 2.
Weltkrieg wurde der Landkreis Teschen dem Regierungsbezirk Kattowitz
zugeschlagen. Bogumin wurde zu Neu-Oderberg bzw. Oderberg
(Oberschlesien) mit der Postleitzahl 9a zur Unterscheidung zu
Oderberg (Mark), Postleitzahl 2.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der
Landkreis Teschen erneut geteilt und auf Polen und die
Tschechoslowakei verteilt.
Bohumin ist heute eine Stadt von ca.
24000 Einwohnern. Bedeutend ist sie als Eisenbahnknotenpunkt der
Strecken Wien-Krakau mit Abzweigen nach Ratibor und Oppeln.
Quelle: internet |