| Gerhard Simon (verstorben) Nach der
Völkerwanderung entstanden auf dem Gebiet der Slowakei unabhängige
Fürstentümer. Im Zuge der Christianisierung teilte Kaiser Ludwig der
Deutsche das Gebiet dem Bistum Passau zu. Nach Bildung des
ungarischen Erzbistums um 1000 kam die Slowakei bis 1918 unter die
ungarische Königskrone.

Obige mehrfach zensierte Ganzsache aus Marienthal,
Marianka, vom 8.VI.41 erinnert an eine Versammlung von ca. 6000
Persönlichkeiten in St. Martin, die das Memorandum der slowakischen
Nation verabschiedet hatten, das als Wiener Memorandum im Dezember
1861 dem österreichischen Kaiser Franz Josef vorgelegt wurde. Nicht
alle Forderungen der Slowaken wurden erfüllt, aber immerhin wurde
die slowakische Sprache gefördert und drei slowakische Gymnasien
durften eingerichtet werden. Doch Ungarn sorgte 1875 für eine
Rücknahme und setzte Ungarisch statt Deutsch und Slowakisch als
alleinige Amtssprache durch.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Slowakei Teil der
Tschechoslowakei. Die erste formal unabhängige Slowakische Republik
entstand als Ironie der Geschichte 1939 ausgerechnet auf Druck der
deutschen Nazi-Diktatur. Ihr erster Präsident wurde der Vasall
Hitlers Dr. Josef Tiso, (50h Zusatzfrankatur), der am 18.4.1947
wegen Verrat und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingerichtet
wurde. Die Frankatur der Ganzsache zeigt links Stefan M. Daxner,
Verfasser des Memorandums von 1861 und rechts Bischof Stefan Moyses,
Überbringer des Memorandums an Kaiser Franz Josef. Auf der Bildseite
der Ganzsache ist eine Auswahl der wichtigsten Persönlichkeiten der
Versammlung von 1861, im Zentrum Stefan M. Daxner, zu sehen.
Quelle:
Internet, lexikon.freenet.de / Geschichte der Slowakei |