| Gerhard Simon Die
wirksamste Waffe der Kriegsmarine im 2. Weltkrieg waren die U-Boote.
Doch 1943 wurde ein neuer Typ benötigt, der tiefer tauchen konnte,
schneller in der Unterwasserfahrt war und dezentral wegen der
alliierten Lufthoheit zu fertigen war.

Einschreiben vom 12. 1.1945
Dönitz gab seine Zustimmung für den Bau des
U-Boots XXI. Die Tauchtiefe betrug bis 270 m. Mit der Konstruktion
wurde das der AG-Weser gehörende Ingenieur-Büro Glückauf beauftragt,
das in Blankenburg (Mädchen Oberschule, Berufschule, Kurhaus)
eingerichtet wurde. Teile des neue Boots wurden in 8 Sektionen von
32 Stahlbauanstalten gefertigt, bei 11 U-Bootwerften zu Sektionen
zusammengefügt und bei drei Großwerften zusammengebaut. Für die
Herstellung eines Bootes waren 6 Monate veranschlagt. Am 12. Oktober
1944 wurde das erste Boot als U 2513 mit der Feldpostnummer M 46136
in Dienst gestellt. Nach wechselnden Besatzungen und unter Beschuss
erreichte das Boot am 30.4.1945 seinen Heimathafen Horten in
Norwegen.
Am 4. Mai 1945 lief das Boot zum ersten
Feindeinsatz aus und kehrte nach dem Waffenstillstand am 8. Mai ohne
Feindberührung gehabt zu haben nach Horten zurück. Am 9. Mai war es
erneut ausgelaufen und hatte in tiefem Wasser 23 Torpedos und alle
wichtigen geheimen Ausrüstungen versenkt.
Am 12. April 1945 wurde das Ingenier-Büro Glückauf
geschlossen. In den drei folgenden Tagen wurden auf dem Schulhof
Tausende von Zeichnungen verbrannt.
Das U-Boot kam über Großbritannien in die USA, wo
es erneut in Dienst gestellt wurde und am 7.9.1951 als Zielschiff
endete.
Heute ist es ein beliebtes Taucherziel bei Key
West.
Quellen: Archiv Harry Boog, internet „TAUCHER &
NET“, Oliver Meise |