| Gerhard Simon
Internierten-Luftpostbrief, November 1941 (Stempeldatum unleserlich)
aus Dublin, (Baile Atha Cliath), Irland, nach Hildesheim mit
verkleinerter Kopie der Rückseite

Absender war Oberleutnant Müller, der
am 18.4.1941 über Südwest-Irland mit einer FW 200 C-3 der 3. Staffel
des Kampfgeschwaders 40 abgeschossen wurde. Normalerweise war er der
Pilot, aber er hatte kurz vorher eine andere Maschine zu „Kleinholz“
geflogen und kam daher nur als Co-Pilot zum Einsatz. Flugzeugführer
des Unglücksfluges war Feldwebel Karl Macht aus Fürth, der die
Maschine sicher im flachen Wasser der Küste landete. Die
sechsköpfige Besatzung überlebte.
Im Curragh Camp waren bis zu 200
deutsche Seeleute und Flieger interniert. Sie trugen noch bis
Kriegsende ihre Uniformen und Ehrenzeichen. Oberleutnant Müller galt
als strammer Nazi und soll allgemein unbeliebt gewesen sein.
Deutschsprachige Briefe aus dem
Curragh Camp tragen irische Zensurbanderolen mit den Nummern 2 und
40. Die weiße Zensur stammt aus Großbritannien. Briefe aus dem
Curragh Camp sind nicht zahlreich, da das Camp verhältnismäßig klein
war.
Info: Forschungs-und
Arbeitsgemeinschaft Irland e. V. im BDPh |